DRAUSSEN MAGAZIN https://draussen-magazin.com Magazin zum Thema Slow Travel Thu, 10 Mar 2022 19:36:57 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.9.2 https://draussen-magazin.com/wp-content/uploads/2020/06/cropped-logo_512x512px-32x32.png DRAUSSEN MAGAZIN https://draussen-magazin.com 32 32 Reingelesen – Aktuelle Bücher über Feminismus https://draussen-magazin.com/ausgesucht/buecher/leseliste-unsere-buecher-zum-weltfrauentag/ Tue, 08 Mar 2022 09:41:23 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4857 Auf unsere Leseliste zum feministischen Kampftag am 8. März packen wir euch aktuelle Bücher und junge Evergreens von spannenden Aktivist*innen zum Immerwiederlesen. Verschönern nicht nur jede Reise, sondern auch unsere Sicht auf Feminismus und solidarischen Zusammenhalt. Bücher über Gleichberechtigung, Singlemodus und trans Sein. 1. »A Single Woman« Frauen im Singlestatus versetzen Mitmenschen in Alarmbereitschaft. Fast automatisch, auf jeden Fall panisch, kommen dann Sätze wie »Ich wünsche mir so sehr, dass du jemanden findest« über »Streng dich doch mal an« bis »Und was ist eigentlich mit Kindern?«. Schließlich kann Frau sich nur vollkommen fühlen, wenn sie im Doppelpack erscheint. Klingt ein […]

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Auf unsere Leseliste zum feministischen Kampftag am 8. März packen wir euch aktuelle Bücher und junge Evergreens von spannenden Aktivist*innen zum Immerwiederlesen. Verschönern nicht nur jede Reise, sondern auch unsere Sicht auf Feminismus und solidarischen Zusammenhalt. Bücher über Gleichberechtigung, Singlemodus und trans Sein.

1. »A Single Woman«

Frauen im Singlestatus versetzen Mitmenschen in Alarmbereitschaft. Fast automatisch, auf jeden Fall panisch, kommen dann Sätze wie »Ich wünsche mir so sehr, dass du jemanden findest« über »Streng dich doch mal an« bis »Und was ist eigentlich mit Kindern?«. Schließlich kann Frau sich nur vollkommen fühlen, wenn sie im Doppelpack erscheint. Klingt ein bisschen nach fünfziger Jahre Mief? Jawoll. Spuken solche Gedanken immer noch in unseren Köpfen? Hell yes. Silvia Follmann war Redaktionsleiterin bei Edition F und hat mit »A Single Woman« ein Plädoyer für Selbstbestimmung und neue Glückskonzepte herausgebracht. Lucky us! Penguin Random House, 240 Seiten über den Online-Shop

2. »Wir sind doch alle längst gleichberechtigt«

Alexandra Zykunov kennen wir vor allem als Co-Redaktionsleiterin des Nachhaltigkeitsmagazins »Brigitte Be Green« und Stimme im Podcast Nachhaltig ohne Blatt vorm Mund. Seit neuestem aber auch als Autorin von »Wir sind doch alle längst gleichberechtigt« mit 25 Bullshitsätzen und praktischer Anleitung, wie wir diese zerlegen können. Denn sie lauern überall. Auf Arbeit, beim Einkaufen, dem Familientreffen und ja, sogar im engsten Freundeskreis. Und wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir sie auch selbst schon mal im Kopf gehabt. Danke also für den unumgänglichen Reminder, dass wir alle zur Gleichberechtigung beitragen dürfen. Ullstein Verlag, 224 Seiten über den Online-Shop

3. »Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau«

Erscheint zwar erst Mitte April, darf in unserer Sammlung aber nicht fehlen: »Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau« von Phenix Kühnert. Warum wir uns jetzt schon drauf freuen, sollte allen klar sein, die in diesem Jahrzehnt schon mal  auf Instagram waren. Dort leistet Phenix unentgeltlich und mit spitzer Zunge Aufklärungsarbeit in Sachen Queerness und Trans sein. Auch offline setzt sich die Aktivistin schon länger für trans Rechte, intersektionalen Feminismus und die queere Community ein. Allen voran für mehr Verständnis. Dazu trägt auch ihr erstes Buch mit privaten Einblicken und offenen Worten aus ihrem Leben bei. Das Buch selbst wurde übrigens im nachhaltigen Cradle-To-Cradle-Verfahren hergestellt. Lieben wir! Erscheint am 12. April 2022 im Haymon Verlag, vorbestellbar über den Online-Shop

4. »Weißt du, was ich meine?«

Spätestens, aber wirklich allerallerspätestens, haben wir uns in Nura Habib Omer als Flora in der Serie Die Discounter verliebt. Die Erfolgsgeschichte der eritreisch-deutschen Rapperin und Schauspielerin beginnt aber schon Jahre zuvor, in einem Asylheim in Wuppertal. Klingt noch nicht wirklich nach Charts und Bling Bling, hat sie aber genau dorthin geführt. In »Weißt du, was ich meine?« spricht sie über ihre Flucht aus Kuwait, ihr Engagement für die LGBTQ+ Community und natürlich auch Rassismuserfahrungen. Nach vielen Rückschlägen und depressiven Phasen steht die Feministin heute auf der Bühne und vertritt dabei nicht nur sich selbst, sondern auch eine wachsende Gruppe junger Frauen mit ähnlichen Migrationsvordergrund. Representation matters! Ullstein Verlag, 208 Seiten über den Online-Shop

5. »Das Recht auf Sex«

Im englischsprachigen Raum wird dieses Buch schon längst heiß diskutiert, nun ist es endlich auch auf Deutsch erhältlich. Die Rede ist von Autorin Amia Srinivasan und ihrem Manifest »Das Recht auf Sex«. Geboren in Bahrain, wuchs die 37-jährige als Tochter indischer Eltern in New York auf. Sie promovierte in Philosophie in Oxford und lädt uns in ihrem Buch dazu ein, uns mit dem Feminismus des 21. Jahrhunderts auseinanderzusetzen. Was denken wir über Sex? Ist das Intime politisch? Srinivasen spricht über spannungsgeladene Beziehungen zwischen Diskriminierung, Vorlieben, Pornografie, Freiheit, Rassenungerechtigkeit, Lust und Macht. Klett-Cotta, 320 Seiten über den Online-Shop

6. »Starting a Revolution«

Weil finanzielle Unabhängigkeit essentiel für gelebten Feminismus ist, packen wir euch »Starting a Revolution« von Lisa Jaspers und Naomi Ryland mit auf die Leseliste. Erstere kennen wir als Gründerin des fairen und bunten »Slow Fashion«-Labels Folkdays, zweitere als Gründerin der sinnigen Karriereplattform tbd*. Zusammen sprechen sie mit anderen Unternehmer*innen über fragwürdige Business-Tipps, falsches Ego und natürlich wie wir mit unserem Tun die Arbeitswelt revolutionieren können. Ein Buch vollgepackt mit Erkenntnissen und Inspirationen. Temporäre Niederlagen sind dabei natürlich unabdingbar! Ullstein Verlag, 208 Seiten über den Online-Shop

7. »Body Politics«

Von Feminismus und Körperpolitik: »Body Image«-Aktivistin Melodie Michelberger schreibt über traditionelle Schönheitsideale – und wie wir unser Bild darüber neu aufladen können. In »Body Politics« erklärt sie, wie seit Jahrhunderten der männliche Blick bestimmt, welche Frauenkörper attraktiv sind und welche nicht. Was Selbstakzeptanz mit feministischer Revolte zu tun hat und warum es vollkommen okay ist, mal nicht zufrieden mit sich zu sein. Der Druck von Perfektionismus ist schließlich allgegenwärtig und verfolgt Frauen meist ein Leben lang. Ausgesprochene Leseempfehlung für alle Kleidergrößen! rowohlt Verlag, 224 Seiten über den Online-Shop


Foto: Lina Tesch, Illustration: Anky Brandt

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Ganzjahresschwimmen – Eisbaden in und um Berlin https://draussen-magazin.com/ausfluege/berlin/ganzjahresschwimmen-vom-eisbaden-und-saunieren/ Fri, 04 Mar 2022 09:36:50 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4843 Die 365 Tage lange »Ganzjahresschwimmen«-Challenge findet im Winter ihren inoffiziellen Höhepunkt. Vom Eisbaden bis zum Saunieren: Wir stellen euch fünf Orte in Berlin und Brandenburg vor, die für jegliche Wasseraktivitäten zu haben sind. Kuratiert von »Draussen«-Bademeisterin Anna-Lena, die auch ohne Eis am Stiel stets nach Abkühlung sucht. Puh. Die Wintervariante meines Selbstversuchs »Ganzjahresschwimmen« war ehrlicherweise eine echte Herausforderung für mich. Nach den letzten Schwimmrunden in der Herbstsonne musste ich mich Anfang des Jahres wirklich überwinden, mich wieder nackig zu machen und ins Wasser zu springen. Besser gesagt, ins Wasser zu laufen. Ganz bedacht und mit ordentlich Respekt vor allen, die […]

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Die 365 Tage lange »Ganzjahresschwimmen«-Challenge findet im Winter ihren inoffiziellen Höhepunkt. Vom Eisbaden bis zum Saunieren: Wir stellen euch fünf Orte in Berlin und Brandenburg vor, die für jegliche Wasseraktivitäten zu haben sind. Kuratiert von »Draussen«-Bademeisterin Anna-Lena, die auch ohne Eis am Stiel stets nach Abkühlung sucht.

Puh. Die Wintervariante meines Selbstversuchs »Ganzjahresschwimmen« war ehrlicherweise eine echte Herausforderung für mich. Nach den letzten Schwimmrunden in der Herbstsonne musste ich mich Anfang des Jahres wirklich überwinden, mich wieder nackig zu machen und ins Wasser zu springen. Besser gesagt, ins Wasser zu laufen. Ganz bedacht und mit ordentlich Respekt vor allen, die mittlerweile regelmäßig Eisbaden gehen. Um keinen Rückzieher machen zu können, ging es mit Atemanleitung, Aufwärmübungen und einer ganzen Gruppe ins Strandbad Tegelsee. Neben einer Extraportion Motivation (und Mut), fanden sich vor Ort schnell neue Verbündete. Den besten Tipp, den ich dabei mitgenommen habe: Hände unter die Achseln stecken, die (und die Füße) werden beim Eisbaden nämlich besonders kalt. So habe ich es zumindest bei drei Grad ganze drei Minuten im Wasser ausgehalten. Das Strandbad Tegelsee ist übrigens seine Anreise wert, schließlich ist es schon über 90 Jahre alt und erst seit letztem Jahr wieder in Betrieb. Der in Moabit ansässige Verein Neue Nachbarschaft hat sich dem Bad angenommen und bespielt es seitdem mit Kulturprogramm und vegetarischer Gastronomie. Obendrauf gibt es einen bunten Strauß an Aktivitäten, die so viele Menschen wie möglich integrieren wollen. Was im Winter noch passiert ist, verrate ich euch hier.

»JWD«

Sacrower See
Im Naturschutzgebiet Königswald – und daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas abenteuerlich zu erreichen – liegt mein erster Geheimtipp names »Sacrower See«. Habt ihr erst einmal den Weg Richtung Potsdam auf euch genommen, findet ihr zwischen Havel und Groß Glienicker See einen der schönsten Badestellen die ich kenne. Ein kleiner, feiner Sandstrand führt euch direkt ins kalte Nass. Nach kurzer Schwimmeinheit geht es zum Aufwärmen auf einen Spaziergang um den See, mit anschließender Kartoffelsuppe im Ritter Sacrow. Für die kleine Tour ums Wasser zur genannten Badestelle steigt ihr mit dem Wassertaxi am besten in »Sacrow Heilandskirche« aus.

 

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»Quick Dip«

Tegelsee
Diesmal geht es zum »Quick Dip« in den Norden Berlins. An der letzten Haltestation der U6 geht es raus zum Strandbad Tegelsee. Hier könnt ihr nicht nur im Sommer den Strand genießen: Im Winter öffnet das Bad sonntags seine Tore fürs gemeinsame Eisbaden. Bis Ende Februar passiert das dann in der Gruppe mit Anleitung und Lagerfeuer. Zum Aufwärmen hat auch der vegetarische Kiosk geöffnet, an dem ihr euch mit Kaffee und Waffeln eindecken könnt. Wer auf der Suche nach weiteren Tipps und Gruppen zum Eisbaden ist, klickt sich fix zu diesem Artikel von uns.

 

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»Gegen Eintritt«

Stadtbad Charlottenburg
An Tagen, an denen die Berliner Gewässer doch einen Ticken zu kalt sind, werfen wir gerne einen Blick auf unsere Hallenbäder. Ein besonders schönes Exemplar ist das »Stadtbad Charlottenburg«. Genauer gesagt, die Alte Halle, die zum Glück seit kurzem wieder zugänglich ist. Hier fühlt man sich, umgeben von Palmen und Wandgemälden, ein bisschen wie in einem antiken Bad der Römerzeit. Weil Berlins älteste Schwimmhalle doch recht klein ist, muss man ganz schön viele Runden drehen, um im Becken auf seine Meter zu kommen. Macht aber nichts, dafür wird man ja auch mit einem wunderbaren Ausblick und mediterranem Urlaubsflair belohnt. Schmacht!

 

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»Auf dem Wasser«

Saunafloß
Saunieren inmitten der Natur? Auf dem Wasser? Das geht mit Saunafloß auf dem Werbellinsee! Von Wald umgeben könnt ihr nach dem Saunagang zur Erfrischung in den kristallklaren See springen. Das Floss bietet insgesamt Platz für sieben Personen. Neben der eigentlichen Sauna gibt es noch einen Vorraum, in dem man sich auch ganz ohne Schwitzen aufhalten kann. Verschiedene Aufgüsse machen das Saunafloß unweit von Berlin zur Wellnesszone. Dank Restaurant am Seeufer und möglicher Essenslieferung mangelt es euch während der mehrstündigen Saunafahrt an Nichts.

 

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»Nah am Wasser gebaut«

Kleines Schloss Lanke
Gerade wenn es draußen noch etwas diesig ist, entfaltet das »Kleine Schloss Lanke« seinen ganzen Charme. Die spitzen Türme, das knarzende Holz und der wunderbar aufbereitete Fliesenboden lassen ein Gefühl von britischem Landadel aufkommen. Nicht weit von Berlin, etwa fünfzig Kilometer entfernt, ist das Schlösschen im historischen Lenné Park zuhause. Die besondere Airbnb-Unterkunft in der Gemeinde Wandlitz ist gleich von drei Seen umgeben: Hellsee, Obersee und Liepnitzsee. Gut ausgeschilderte Wanderwege erleichtern eure Route ums Wasser und geben genügend Ausblick zum (gedanklichen) Abtauchen. Wer erprobt ist, kann sich mit Locals direkt ans Eisbaden wagen.

 

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Foto: Anky Brandt

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MEA VIA – Die regionale »Slow Farm« in Südtirol https://draussen-magazin.com/unterkuenfte/suedtirol/mea-via-die-regionale-slow-farm-in-suedtirol/ Tue, 28 Dec 2021 19:19:24 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4761 Unsere Liste an Südtiroler Sehnsuchtsorten ist offiziell um eine »Slow Farm« reicher: Das familienbetriebene »MEA VIA« bringt alles mit, was man zum Entspannen braucht. Vom Zimmer mit Bergpanorama bis Bergkräutersauna. Im Bergdörfchen Pufels gelegen, auf 1.405 Metern Seehöhe, laden duftende Heubetten ganzjährig zum Abschalten ein. Südtirol und die Fahrt dorthin ab München fühlen sich schon langsam vertraut und wie ein guter Bekannter an. Und trotzdem war die Vorfreude bei Anky und mir groß, als wir Ende Oktober bei schönstem Herbstsonnenschein in den Zug stiegen. Denn diesmal ging es an einen »Draussen«-Sehnsuchtsort, von dem wir seit unserem Gespräch mit Gastgeberin Jasmin […]

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Unsere Liste an Südtiroler Sehnsuchtsorten ist offiziell um eine »Slow Farm« reicher: Das familienbetriebene »MEA VIA« bringt alles mit, was man zum Entspannen braucht. Vom Zimmer mit Bergpanorama bis Bergkräutersauna. Im Bergdörfchen Pufels gelegen, auf 1.405 Metern Seehöhe, laden duftende Heubetten ganzjährig zum Abschalten ein.

Südtirol und die Fahrt dorthin ab München fühlen sich schon langsam vertraut und wie ein guter Bekannter an. Und trotzdem war die Vorfreude bei Anky und mir groß, als wir Ende Oktober bei schönstem Herbstsonnenschein in den Zug stiegen. Denn diesmal ging es an einen »Draussen«-Sehnsuchtsort, von dem wir seit unserem Gespräch mit Gastgeberin Jasmin Pitschieler träumen: Das »MEA VIA« in Pufels! Von einem Wochenende zwischen Heubett, Bergpanorama und regionalen Leckereien nach Farm-to-Table Prinzip…

Zimmer mit Bergpanorama

Wir werden nicht müde es zu sagen, aber alleine die Bus- und Bahnfahrten in und nach Südtirol sind schon einen Besuch wert. So auch unsere Anreise ins MEA VIA: Aus dem EuroCity in Bozen ging es für uns weiter mit dem Bus Richtung Kastelruth. Als die Schilder Seiser Alm anzeigen, wussten wir, dass wir fast da sind. Angekommen und eingecheckt, staunen wir erst einmal über die Aussicht auf das bilderbuchhafte Pufels von unserem Bett (!) aus. Der Anblick der Berge und Täler macht uns so glücklich, dass wir tatsächlich erst einmal einen Nachmittag in der horizontalen genießen. Doch die selbsternannten »Slow Farm« hat natürlich noch viel mehr zu bieten.

Farm-To-Table Restaurant

Hungrig von der Anreise waren wir mehr als gespannt auf unsere erste Mahlzeit im MEA VIA. Die Entscheidung zwischen jeweils zwei Gerichten des vegetarischen 5-Gänge Menüs fiel uns nicht leicht. Wie auch, zwischen »Pasta mit Burrata« oder »Crêpes mit Radicchio« sowie »Belgischen Endivien mit Blumenkohl« oder »Linsen mit Wurzelgemüse und Safrancreme«? Beim Essen serviert die moderne »Slow Farm« möglichst viel aus eigener Landwirtschaft und Herstellung. Viele andere Produkte kommen aus handverlesenen Partnerbetrieben aus der Region. So auch der hauseigene Wein, der aus heimischen Rebsorten gewonnen wird und auf 300 Flaschen pro Jahr limitiert ist.

Zwischen Seilbahn und Bergkräutersauna

When in Rome…oder in unserem Fall »Seis«: Den Ausblick von der Seiser Hochalm auf die weltberühmten Dolomiten genießen! Und so ging es an Tag zwei unseres Aufenthalts bergauf. Von unserer Unterkunft ist die Seiser Alm tatsächlich auch für weniger bergerprobte Menschen relativ einfach zu erreichen. In eineinhalb Stunden, wie auf den Wegweisern angegeben, haben wir es zwar nicht geschafft, aber das war mehr den wunderbaren Wanderwegen als unserer Kondition geschuldet. Ihr könnt die »Seiser Alm« je nach Jahreszeit und Saison aber auch mit der Seilbahn aus dem nahe gelegenen St. Ulrich erreichen. Zum Abschluss unseres Wandertages freuten wir uns sehr auf das hauseigene Spa: Neben Bergpanorama-Sauna und Bio-Bergkräutersauna haben es uns die Heubetten besonders angetan. Im handgeschnittenen Alpenblumenheu von der eigenen Alm lässt es sich ganz entspannt dösen und den Tag ausklingen.

Das »MEA VIA« in Südtirol verbindet modernes Ambiente mit regionalem Lebensgefühl. Die Familie Pitschieler steckt hier in jedem Winkel des Hauses, sogar in der Küche – Und das gibt einem ein wunderbares Gefühl von Zuhause. Das Hotel mit 25 Zimmern und einem 200 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist der perfekte Ausgangsort für euren Urlaub mit Bergblick.


Übernachtung
Doppelzimmer ab 198,00 Euro pro Nacht
Suite für bis zu vier Personen ab 232,00 Euro pro Nacht

Anreise
Mit dem EuroCity aus München geht es erst nach Bozen und dann nach St. Ulrich. Von dort aus fahren je nach Wochentag Busse direkt vor das Hotel. Das »MEA VIA« selbst ist zudem barrierefrei.

Gut zu Wissen
Die Seiser Alm lockt ganzjährig mit beeindruckenden Wanderwegen im Sommer und sportlicher Schneelandschaft im Winter. Zur Stärkung serviert das »MEA VIA« natürlich nur hausgemachtes Slow Food. Adults only!

MEA VIA
Pufels 14
39046 St. Ulrich

Instagram und Facebook


Fotos: MEA VIA

 

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Hyggelig – Unsere Favoriten für einen gemütlichen Winter https://draussen-magazin.com/ausgesucht/produkte/hyggelig-unsere-favoriten-fuer-einen-gemuetlichen-winter/ Mon, 01 Nov 2021 18:13:47 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4791 Da sind sie wieder, die Tage im Jahr, an denen wir mehr »Drinnen« als »Draussen« sind. Unter dem dänischen »Hygge«-Motto haben wir euch ein paar Lieblingsprodukte rausgesucht, die uns durch die dunkle Jahreszeit bringen und gleichzeitig aufkommenden Quarantäne-Blues mindern. Vom Hängesitz über österreichisches Soulfood bis hin zu Coffee Table Puzzles. Okay, wir haben da ein kleines Problem mit dem Wort »Hygge«. Mittlerweile wird es einfach viel zu inflationär verwendet. Hyggelig ist auf einmal alles, was sich in der dunklen Jahreszeit marketingtechnisch besser verkaufen soll: Von graubeigen Wandfarben im Baumarkt bis zu kunststoffgefütterten Rentiererleggings im Supermarkt. An dem Gefühl und der […]

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Da sind sie wieder, die Tage im Jahr, an denen wir mehr »Drinnen« als »Draussen« sind. Unter dem dänischen »Hygge«-Motto haben wir euch ein paar Lieblingsprodukte rausgesucht, die uns durch die dunkle Jahreszeit bringen und gleichzeitig aufkommenden Quarantäne-Blues mindern. Vom Hängesitz über österreichisches Soulfood bis hin zu Coffee Table Puzzles.

Okay, wir haben da ein kleines Problem mit dem Wort »Hygge«. Mittlerweile wird es einfach viel zu inflationär verwendet. Hyggelig ist auf einmal alles, was sich in der dunklen Jahreszeit marketingtechnisch besser verkaufen soll: Von graubeigen Wandfarben im Baumarkt bis zu kunststoffgefütterten Rentiererleggings im Supermarkt. An dem Gefühl und der Bedeutung an sich stören wir uns natürlich weniger. Schließlich werden die Ärmel länger, die Socken dicker und das Verlangen nach einer warmen Badewanne größer. So gemütlich, so gut. Weil wir uns zwischen den Abenteuern auch liebend gerne in den eigenen vier Wänden aufhalten, haben wir euch gleich mal ein paar Lieblingsprodukte mit ausgesprochenem Wohlfühlfaktor rausgesucht. Dazu gehören neben echtem Soulfood natürlich leckerer Punsch, duftendes Ölbad sowie kuschelige Bademäntel in Tannengrün. Unsere ultraleichte Hängematte für unterwegs haben wir obendrauf gegen einen urgemütlichen Hängesitz eingetauscht. Und bei aufkommendem Fernweh entdecken wir unsere Heimatstadt Berlin nochmal neu und in Puzzleform. Hyggeliges Nachahmen erlaubt!


1. Handgemachte »Kasnudln« aus Österreich

Mit diesen »Kasnudln« ist unser umschwärmtes Österreich nur eine heiße Pfanne entfernt: Die handgemachten Teigspezialitäten schmecken zwar auch im Sommer, am besten aber wenn der kalte Regen an die Fensterscheiben klopft. Drinnen werden die frischen Nudeln mit nicht zu wenig Butter angebraten und am liebsten mit Freunden geteilt. Das ursympathische Team hinter der Leckerei sorgt dafür, dass alles mit regionalen Zutaten in Wien hergestellt und ganz unkompliziert zu uns nach Hause geliefert wird. Man muss sich nur noch zwischen den verschiedenen Füllungen in Bio-Qualität entscheiden: Parmesan, Austernpilze, Ziegenkäse, Kürbis…oder man lädt einfach noch die Nachbar:innen zum gemeinsamen Schlemmen ein! Kasnudl, ab 10,90 Euro im Online-Shop

2. Gemütlicher Hängesitz von »Hängemattenglück«

Über die letzte Outdoor-Saison sind wir zu echten Hängemattenfreaks mutiert. Klar, dass wir uns im Winter am liebsten in der gemütlichen Variante für drinnen verkuscheln: Die wunderhübschen Hängesitze von »Hängemattenglück« werden zudem unter fairen Bedingungen und aus Bio-Baumwolle hergestellt. Im Online-Shop gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Modellen und passenden Accessoires. Von der Solo-Schaukel bis zum XXL-Hängesitz für zwei Personen. Damit ihr mehr Zeit mit Entspannen als dem Aufbau verbringt, findet ihr bei Hängemattenglück auch praktische Aufhängesysteme. Wer im Altbau wohnt und seiner Decke nicht ganz traut, kann natürlich auf Wandbefestigungen oder Fußgestelle zurückgreifen. Hängemattenglück, ab 149,90 Euro im Online-Shop

3. Alkoholfreier Winterpunsch von »Paper & Tea«

Für alle, die das ganze Jahr über auf dem Weihnachtsmarkt bummeln könnten: Der Winter Punch N°827 von »Paper & Tea« verpackt genau dieses Gefühl in nur einem Aufguss. Der würzige Früchtetee wird mit ausgewählten Wintergewürzen und Waldbeeren abgeschmeckt, darunter Ingwer, Orangen, Zimt, Gewürznelken, Kardamom und dunkle Johannisbeeren. Für das finale Geschmackserlebnis kommt ein Schuss natürliches und alkoholfreies Rum-Aroma dazu, na dann Prösterchen! Mehr zum Thema Tee verraten wir hier. Paper & Tea, UVP 11,00 Euro im Online-Shop

 


4. Pflegendes Ölbad von »Susanne Kaufmann«

Nach einem langen Spaziergang zwischen Wald und Wiesen freuen wir uns gerade im Winter über ein warmes Bad zuhause. Und weil wir seit jeher ausgesprochene Naturkosmetik-Fans sind, greifen wir gerne zu den natürlichen Ölbädern von »Susanne Kaufmann«. Das Ölbad für die Sinne pflegt und entführt uns mit Ylang Ylang-, Patschuli- und Lavendelaromen in eine andere Dimension des Wohlbefindens. Das enthaltene Rosmarin fördert zudem die Durchblutung während die ausgewählte Duftmischung unsere Stimmung hebt. Noch mehr Walddüfte gibt es hier nachzulesen. Susanne Kaufmann, ab 26,00 Euro im Online Shop

5. Coffee Table Puzzle von »Magda Stadnik«

We come in piece! Schon während des ersten Lockdowns feierte das »Puzzle« sein unvorgesehenes Revival. Damals haben wir uns noch gut und gerne mit dem zufriedengegeben, was wir auf Dachböden der Eltern oder in vereinsamten Spielkisten gefunden haben. Ein Jahr später freuen wir uns über vorzeigbare Puzzles wie die von Illustratorin Magda Stadnik. In 1000 Teilen zeigt sie uns die kleinen und großen Schätze Berlins und verrät uns spannende Geschichten hinter den bekannten Wahrzeichen. Eine super Beschäftigung für gemütliche Abende zuhause. Im Hintergrund darf auch ruhig Clubmusik laufen… We Come in Piece Puzzle, UVP 29,00 Euro im Online-Shop

6. Klimapositiver Bademantel von »Kushel«

Kuscheln für die Umwelt: Der tannengrüne Bademantel mit extragroßer Kapuze ist das neueste Mitglied der (nach)wachsenden »Kushel«-Familie. Wie auch bei den Handtüchern achten die Hamburger Jungs hier auf eine klimapositive Ökobilanz. Bei der Produktion wird so ressourcenschonend wie möglich gearbeitet und für jeden Bademantel zwei Bäume gepflanzt. Das Material selbst besteht aus einem Gemisch von Bio-Baumwolle und Buchholz-Fasern nach FSC-Standard und ist natürlich super flauschig im Abgang. Kushel, UVP 179,00 Euro im Online-Shop


Illustration: Anky Brandt, Foto: Hängemattenglück

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Villa Arnica – Ein Stückchen »Dolce Vita« in Südtirol https://draussen-magazin.com/unterkuenfte/suedtirol/villa-arnica-ein-kleines-fleckchen-paradies-in-suedtirol/ Fri, 22 Oct 2021 09:25:35 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4722 Von manchen Hideaways träumt man ein Leben lang – bis man sich den Wunsch endlich erfüllt. Die Villa Arnica zwischen Alpenland und »Dolce Vita« stand schon lange auf unserer To-Do-Liste. Unsere angehenden Südtirol-Expertinnen und Gelato-Zum-Frühstück-Liebhaberinnen Anky und Lena haben hier ein kleines Paradies entdeckt… Der besondere Mix Südtirols aus Mediterranem und Alpenländischen zieht Touristen seit jeher magnetisch an: Morgens Espresso und Cornetto – mittags deftige Knödel und Forstbräu. Einen besseren Mix aus beiden Welten können wir uns wirklich nicht vorstellen, weswegen »Alto Adige« in allen Facetten und zu jeder Jahreszeit zu unseren Lieblingsreisezielen gehört. Diesmal haben wir einen ganz besonderen […]

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Von manchen Hideaways träumt man ein Leben lang – bis man sich den Wunsch endlich erfüllt. Die Villa Arnica zwischen Alpenland und »Dolce Vita« stand schon lange auf unserer To-Do-Liste. Unsere angehenden Südtirol-Expertinnen und Gelato-Zum-Frühstück-Liebhaberinnen Anky und Lena haben hier ein kleines Paradies entdeckt…

Der besondere Mix Südtirols aus Mediterranem und Alpenländischen zieht Touristen seit jeher magnetisch an: Morgens Espresso und Cornetto – mittags deftige Knödel und Forstbräu. Einen besseren Mix aus beiden Welten können wir uns wirklich nicht vorstellen, weswegen »Alto Adige« in allen Facetten und zu jeder Jahreszeit zu unseren Lieblingsreisezielen gehört. Diesmal haben wir einen ganz besonderen Ort entdeckt: Ein kleines, feines Paradies fernab vom trubeligen Alltag und Großstadtsmog. Die Villa Arnica mit türkisblauem Pool inmitten von Weinstöcken, Palmen und Tannen bietet Erholung pur. Vom Frühstück inklusive Leckereien aus dem hauseigenen Garten, über gemütliche Lesestunden in der Bibliothek bis hin zum Nachmittags Kaffee und Tee im Poolhaus.

Anreise mit Ausblick

Unsere Reise beginnt morgens am Berliner Hauptbahnhof. Anfangs stecken wir die Nasen noch in die Reiselektüre, später drücken wir sie uns an der Scheibe platt: Die Landschaft türmt sich vor uns auf und zeigt sich von seiner bilderbuchhaftesten Seite. Am späten Nachmittag kommen wir im sonnigen Bozen mit Blick auf die Dolomiten an. Nachdem wir uns mit einem großen Eis und einem saftigen Panini gestärkt haben decken wir uns mit dem wichtigsten Utensil eines Slow-Travellers ein: Der Südtirol Mobil Card – das Ticket, das uns eine Woche lang mit Bus und (Seil-)Bahn an alle erdenklichen Orte bringt – und das so oft wir wollen!

Goldene Zwanziger

Unsere erste Fahrt bringt uns – mit Bahncard-100-Feeling – vorbei an unzähligen Apfelbäumen in die Gemeinde Lana. Dort checken wir in die Villa Arnica ein, wo uns schon ein weiches Bett empfängt, in das wir uns dankbar fallen lassen. Nach einer entspannten Nacht haben wir morgens wieder genug Energie um die 20er-Jahre-Villa ausgiebig zu erkunden: Das Haus ist imposant, verfügt über zehn Zimmer und Suiten und strahlt eine tiefe Ruhe aus. Die Zimmer sind stilvoll in einer feinen Balance zwischen Tradition und Moderne eingerichtet, so dass es beinahe schwer fällt sie zu verlassen – wäre da nicht die kleine Küche aus der es morgens schon nach frisch gebackenen Köstlichkeiten duftet…

Frühstück im Garten

Unser Frühstück genießen wir stilecht im Poolhaus der Villa. Frische Brötchen und Südtiroler Käse schmecken an der frischen Luft nunmal am besten! Obendrauf gibt es selbstgemachte Aufstriche und Marmeladen aus Allem, was der Garten hergibt. Während wir noch Kaffee schlürfen und die Vorhänge des Poolhauses sich sachte im Wind wiegen, sehen wir schon den Gärtner seine Runde drehen, Pflanzen versorgen und Reifes ernten, das bald schon auf unserem Tisch steht. Freilich ist nicht alles, was auf der Speisekarte steht aus dem Garten, aber die Gastgeber achten darauf regionale und Produkte in höchster Qualität zu verarbeiten. Auf unserem weiteren Streifzug durch den parkähnlichen Garten entdecken wir noch Apfelbäume, Trauben und Kiwis, die sich über uns ranken. Wir bestaunen die Dorfkirche, die hinter Palmen hervorragt und fühlen uns nur neun Zugstunden von Berlin entfernt wie in einer ganz anderen Welt.

Familientradition

Die Villa Arnica ist das jüngste Hotelprojekt der Hoteliersfamilie Dissertori und öffnete – nach jahrelangem Leerstand – 2019 seine Pforten. Nur ein kleiner Bach trennt das Boutiquehotel vom benachbarten Schwarzschmied, das ebenfalls im Familienbesitz ist. Die etwas größere Anlage beherbergt auch das ausgezeichnete Restaurant “La Fucina”, wo man regionales Slow Food geniessen kann. Das Gasthaus Reichhalter – ein weiteres Restaurant der Familie – befindet sich am Dorfplatz des Städtchens. Wer den Tag in der der Villa ausklingen lassen möchte, kann sich noch einen Drink in der Hausbar mixen und in der Loggia entspannt zurücklehnen.

Die Villa Arnica in Lana ist ein Paradies für alle, die in ihren Ferien absolute Ruhe genießen wollen. Die Zimmer und Suiten sind jeweils für zwei Personen ausgelegt. Alle Veranstaltungen und Räumlichkeiten stehen nur den Gäste der Villa zur Verfügung, es finden keine externen Feiern statt. Von der zentralen Lage in Lana aus lässt sich Südtirol wunderbar erkunden.


Übernachtung
Ab 155 Euro pro Person und Nacht inklusive Frühstück

Anreise
Der EC-Zug fährt regelmäßig von München nach Südtirol. Wir sind bis Bozen gefahren und dann mit dem Bus nach Lana, von wo aus die Villa per Fuß erreichbar ist. Die Aussicht auf dieser Strecke ist einfach unbezahlbar.

Gut zu Wissen
Es wird ein wöchentlich wechselndes Rahmenprogramm angeboten: Von Grillabenden mit lokalen Spezialitäten, über Yogastunden bis hin zu geführten Wanderungen. Adults only!

Villa Arnica
Andreas Hofer Straße
39011 Lana
Südtirol/Italien

Instagram und Facebook


Fotos: Villa Arnica, Anky Brandt

 

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Remote arbeiten – Unterkünfte für Retreats in Brandenburg https://draussen-magazin.com/unterkuenfte/brandenburg/remote-arbeiten-fuenf-unterkuenfte-fuer-retreats-in-brandenburg/ Thu, 21 Oct 2021 09:11:55 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4716 Endlich Montag! Zusammen mit der Jobplattform »Baitō« haben wir euch fünf Unterkünfte in Brandenburg rausgesucht, die sich wunderbar für Remote Arbeit oder Retreats eignen. Das bedeutet mehr Aussicht für Digital Nomads und Mittagspausen im Grünen. On top kommt ihr von Berlin aus ganz einfach mit den Öffis dorthin. Aufstehen, Mails checken, Video-Calls abarbeiten und irgendwann mit digitalen Katererscheinungen ins Bett fallen. Puh! Nach fast zwei Jahren Homeoffice haben wir einen ganz schön ausgewachsenen Lagerkoller. Zusammen mit der alternativen Jobplattform Baitō, die sich für mehr Sinnhaftigkeit im Arbeitsalltag einsetzen, haben wir uns deswegen auf die Suche nach fünf Unterkünften für »Remote […]

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Endlich Montag! Zusammen mit der Jobplattform »Baitō« haben wir euch fünf Unterkünfte in Brandenburg rausgesucht, die sich wunderbar für Remote Arbeit oder Retreats eignen. Das bedeutet mehr Aussicht für Digital Nomads und Mittagspausen im Grünen. On top kommt ihr von Berlin aus ganz einfach mit den Öffis dorthin.

Aufstehen, Mails checken, Video-Calls abarbeiten und irgendwann mit digitalen Katererscheinungen ins Bett fallen. Puh! Nach fast zwei Jahren Homeoffice haben wir einen ganz schön ausgewachsenen Lagerkoller. Zusammen mit der alternativen Jobplattform Baitō, die sich für mehr Sinnhaftigkeit im Arbeitsalltag einsetzen, haben wir uns deswegen auf die Suche nach fünf Unterkünften für »Remote Arbeit« und »Digital Nomads« gemacht. Egal ob Solo-Projekt oder Gruppenarbeit, im Grünen tanken wir alle Kraft und Inspiration für unsere täglichen Aufgaben. Wer noch mehr Work-Inspo braucht, klickt sich gerne mal auf die Seite von Kreativorte Brandenburg und lässt sich von einer Auswahl an Stadt-Land-Arbeitskonzepten berieseln. Kommt gut in die Woche, jederzeit und von überall!

»Seminarhäuser Unteres Odertal«

Gruppenarbeit im Grünen
Zugeben, beim Wort Seminarhaus haben wir ziemlich graue und verdammt öde Bilder im Kopf. Das ändert sich aber schlagartig mit einem Besuch der Seminarhäuser Unteres Odertal. In einem brandenburgischen Dorf namens Stolzenhagen (ganze 230 Einwohner*innen) wird ein Seminarhaus plus Gästehaus der grünen Extraklasse geführt. Der Ort am Rande des Nationalparks »Unteres Odertal« eignet sich perfekt für Teambuilding und Mitarbeiter*innen-Retreat. Zudem können Studios für Yoga, Theater oder Musik angemietet werden. Werft auch unbedingt einen Blick auf die Local Treats.

»Havelprater«

Coworking in der Dorfkirche
Ora et Labora am Havelsee! Im Ortsteil Briest steht eine ehemalige Dorfkirche als Übernachtungsmöglichkeit und Coworking-Option für euch bereit. Der umgebaute »Havelprater« bietet nicht nur himmlische Ruhe für kreatives Arbeiten, sondern auch jede Menge Wow-Momente für eure To-Do-Liste. Der Ort mit Wlan im Aufbau, eignet sich eher für Digital Detox und Brainstormings ohne Bildschirm. Dafür lockt eine einmalige Arbeitsumgebung sowie im Sommer eine Badestelle ganz in der Nähe.

 

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Ein Beitrag geteilt von Maren B. (@skytmeg)

»Go Balo«

Inspiration im Waldhaus am See
Stell dir vor, du sitzt am Rechner und um dich herum ist alles grün. Und trotzdem empfängst du deine Mails und kannst dich im Videocall ohne ruckeln austauschen. Klingt gut? Das »Go Balo« in Wandlitz ist kein Ort für auschließlich Remote Arbeit, bringt aber alles mit, was du für deine Work-Life-Balance brauchst. Inklusive Raum für Yoga Retreats! Der große Tisch im Wintergarten eignet sich für kreatives Miteinander oder bedachte Schreibexzesse. Die saftigen Tannen ringsum sowie der Waldsee in Laufnähe sorgen für reichlich Inspiration. Sauna und Whirlpool zum Feierabend inklusive! Für diesen Happy Place am Lottschesee müsst ihr obendrauf nur in die S-Bahn einsteigen.

 

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»Wilde Heimat«

Digitaler Zeltplatz
Ein Ort, an dem wir am wenigsten mit Digital Nomads rechnen, ist wohl der gemeine Zeltplatz. Anders bei unseren Freunden von der »Wilden Heimat« nahe Fürstenberg. Dort hat sich nämlich das Konzept von Camper Nomads niedergelassen. Solange der Zeltplatz in den warmen Monaten geöffnet hat, solange könnt ihr euch auch in den Coworking-Bauwagen einmieten. Das Interior Design schlägt keine großen Wellen, dafür aber das Wlan fürs digitale Arbeiten. Obendrauf gibt es ausreichend LTE-Empfang, Steckdosen sowie eine kleine Küchenecke mit Herd und Kühlschrank.

 

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»Terezaz«

Coworking bis Coliving
Aus der Rubrik »Orte und Menschen, die glücklich machen« steht Tereza mit ihrem Coworking-Coliving-Space ganz weit oben. Aus einem ehemaligen Pferdestall in Lunow-Stolzenhagen hat die in Brandenburg lebende Ruanderin einen Ort geschaffen, der eigentlich viel zu schade zum Arbeiten ist. Trotzdem eignet sich Terezaz wunderbar für Soloprojekte oder bunte Teamevents im Grünen. Im Sommer ist zudem der Cabinpark bestehend aus drei kleinen Hütten mit Gartendusche für zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geöffnet. Die Preise sinken zur Nebensaison!

Einchecken oder doch lieber ausloggen? Wer noch auf der Suche nach seinem persönlichen Job mit Sinn ist, sollte sich direkt zu den Freunden von Baitō klicken. Hier werden tagtäglich handverlesene Stellenanzeigen geteilt und direkt mit genialen Features in deinen Telegram-Feed gespült. Mehr Orte fürs Homeoffice im Grünen und Team-Retreats folgen!


Foto: Sven Hagolani

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Ganzjahresschwimmen – Von Wasser umgeben im Herbst https://draussen-magazin.com/ausfluege/berlin/ganzjahresschwimmen-die-besten-bademoeglichkeiten-im-herbst/ Thu, 30 Sep 2021 19:10:18 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4702 Die 365 Tage lange »Ganzjahresschwimmen«-Challenge macht auch im Herbst keine Pause. Ob als Mutprobe nach Feierabend oder Wochenendtrip ins Haus am See: Wir haben fünf außergewöhnliche Badespots für Berlin und Brandenburg aufgespürt. Kuratiert von »Draussen«-Bademeisterin Anna-Lena, die auch ohne Eis am Stiel nach Abkühlung sucht. Wenn ich im September die ersten Kürbisse sehe, schießen mir fast schon die Tränen ins Gesicht. Mit der ersten Kürbissuppe ist auch für mich der Sommer endgültig vorbei. Doch das hält mich natürlich nicht von meiner 365 Tage langen Ganzjahresschwimmen-Challenge ab. Durch die vielen Seeausflüge konnte ich zumindest gefühlt den Sommer maximal verlängern. Wenn auch […]

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Die 365 Tage lange »Ganzjahresschwimmen«-Challenge macht auch im Herbst keine Pause. Ob als Mutprobe nach Feierabend oder Wochenendtrip ins Haus am See: Wir haben fünf außergewöhnliche Badespots für Berlin und Brandenburg aufgespürt. Kuratiert von »Draussen«-Bademeisterin Anna-Lena, die auch ohne Eis am Stiel nach Abkühlung sucht.

Wenn ich im September die ersten Kürbisse sehe, schießen mir fast schon die Tränen ins Gesicht. Mit der ersten Kürbissuppe ist auch für mich der Sommer endgültig vorbei. Doch das hält mich natürlich nicht von meiner 365 Tage langen Ganzjahresschwimmen-Challenge ab. Durch die vielen Seeausflüge konnte ich zumindest gefühlt den Sommer maximal verlängern. Wenn auch in und mit anderer Stimmung, denn Herbstschwimmen fühlt sich tatsächlich ganz anders an. Dann, wenn man statt warmen Sand erstes Herbstlaub an den Füßen spürt. Und der Körper sich nach der auf jeden Fall kürzeren Schwimmrunde mehr über einen heißen Tee als ein Capri-Eis freut. Das Gefühl danach ist trotzdem schön, oder gerade deshalb? Meine fünf liebsten Orte im, auf und neben dem Wasser teile ich gerne mit euch hier.

»JWD«

Schwielowsee
Eigentlich müsste es »Schwielowsee« und Umgebung heißen. Denn in der Seenlandschaft nahe Potsdam findet ihr gleich eine ganze Reihe von Bademöglichkeiten. Hier befinden sich nämlich auch Templiner See sowie Caputher See in direkter Laufweite. Für unser Ziel sind wir mit der Bahn bis Potsdam und dann kurz in den Regio nach »Caputh« gesprungen. Umgeben von Herbstlaub und warmen Sonnenstrahlen ging es dann ins kühle Nass. Das Schielower Seengebiet eignet sich aber auch ohne Schwimmen für kurzweilige Ausflüge. So findet noch bis Ende Oktober der KreativHerbst mit jeder Menge Workshops zu Themen wie Zeichnen und Kräutern statt. Auf dem Instagramkanal Dein Schwielowsee findet ihr obendrauf zahlreiche Tourenvorschläge rund um die Seen.

»Quick Dip«

Zeesener See
Mit dem Regio vom Berliner Ostkreuz in nur 30 Minuten im Wasser? Jep, dann bitte einmal einsteigen in Richtung »Königs Wusterhausen« und ab zum Zeesener See. Erste Bademöglichkeiten gibt es nahe des Bahnhofs, wir sind dennoch eine kleine Runde um den See gelaufen und haben uns dann für ein ruhiges Plätzchen an der Badestelle Körbiskrug entschieden. Bis Ende Oktober könnt ihr dort in der Nähe auch noch an der »Costa Körbi« im Campingdomizil einkehren. Wer danach Lust auf eine Runde Stretchen und Entspannen hat, schaut im Haus am See vorbei. Hier gibt es bei gutem Wetter Yoga, Pilates und Massagen mit Seeblick und Wow-Effekt.

 

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Ein von @forosadi geteilter Beitrag

»Gegen Eintritt«

Sommerbad Kreuzberg
Meine neue Herbstentdeckung dank Tipp von »Draussen«-Kollegin Anky: Sowohl das Kreuzberger Prinzenbad als auch das Olympiabad in Charlottenburg haben bis Ende Oktober geöffnet. Zugegeben, die Stimmung ist komplett anders. Kein stundenlanger Aufenthalt auf der Liegewiese oder Eis zur Abkühlung. Dafür aber ein relativ leeres Becken mit wenigen Verbündeten, die ruhig ihre Bahnen ziehen. Im Kiosk, der dank dem Film »Herr Lehmann« schon fast Kultstatus in Berlin und darüber hinaus erreicht hat, gibt es dennoch ein Stück selbstgemachtes Kuchen und Kaffee zum Aufwärmen nach der erfrischenden Schwimmeinheit. Wer das Sommerbad Kreuzberg lieber vom warmen Wohnzimmer aus betrachten möchte, schaut sich am besten die ebenso kultige Doku Prinzessinnenbad an.

 

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Ein Beitrag geteilt von Fanny Cathrin Melle (@fcmelle)

»Auf dem Wasser«

Kahnfahrt im Spreewald
Der verträumte Spreewald lässt sich am besten vom Wasser aus erkunden. Ihr könnt selbst aktiv werden und euch ein Kanu-  oder Paddelboot leihen und auch direkt eine ganze Tour mit Führung buchen. Oder ihr lasst euch fahren und macht eine klassische Kahnfahrt. In der Hauptsaison bis Ende Oktober gibt es den Klassiker von Dorf zu Dorf inklusive Spreewälder Gurken, lecker! Wir freuen uns aber auch schon auf winterliche Temperaturen, denn dann steht eine Glühweinfahrt ganz oben auf unserer Hygge-Liste. Eingekuschelt in Decken und mit wärmenden Getränken an Bord lässt sich der Herbst im Spreewald in jedem Fall gut aushalten. Wer sich noch weiter Aufwärmen möchte, besucht im Anschluss einfach die Spreewald Therme mit Saunalandschaft.

 

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»Nah am Wasser gebaut«

Das Sternhagener Haus
Perfekt um die Kaminsaison mit Freunden einzuläuten: Das Sternhagener Haus in der Uckermark nahe dem Biosphärenreservat »Schorfheide-Chorin«. Der Sternhagener See ist in wenigen Minuten per Fuß erreichbar und lädt zu Herbstschwimmen oder Spaziergängen ein. Auf einem 5. 000 Quadrat großen Grundstück inmitten von alten Obstbäumen bietet das 200 Jahre alte Bauernhaus Platz für bis zu sechs Personen in mehreren Schlafquartieren. Wohnküche mit großem Tisch für Herbstessen und Badewanne ergänzen das Domizil für gemütliche Wochenenden perfekt. Frische Zutaten für euer Herbstmenü bekommt ihr ganz in der Nähe direkt vom Bauernhof Zoch.

 

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Unser Buchtipp für den Brandenburger Beckenrand:

Noch einmal in der Hitze abtauchen! Judith Poznan nimmt uns in »Prima Aussicht« mit ins sommerliche Brandenburg. Dank Lebenskrise kauft sie kurzentschlossen ein Wohnmobil und verbringt von nun an die Wochenenden mit Freund und Kind auf einer Campinganlage am See. Das Buch hat es bei mir gar nicht bis zum See geschafft,  so eifrig habe ich es in der Zugfahrt durchgelesen. Die detaillierten Beschreibungen von Camperleben, Nachbarn und Alltag haben mich dabei mehr als einmal kräftig zum Lachen gebracht. Die Sorgen und Gedanken zu Familie, Beruf sowie die Erinnerungen an die Großeltern haben mich gleichzeitig zum Nachdenken angeregt. Bester Begleiter für alle, die den Sommer mitsamt Camping-Feeling vermissen und ein Herz für Brandenburg haben. »Prima Aussicht« von Judith Poznan, 208 Seiten über Dumont


Foto: Anky Brandt

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Reingehört – Wie wir jetzt das Tempelhofer Feld retten https://draussen-magazin.com/geschichten/reingehoert-wie-wir-das-tempelhofer-feld-retten/ Sat, 25 Sep 2021 07:54:49 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4683 Für manche ein graues Stück Beton, für viele eine urbane Oase: Das Tempelhofer Feld bringt Berliner*innen aus den verschiedensten Ecken zusammen und vor allem Stadt und Erholung in Einklang. Anky, unsere interne »Feldbeauftragte« ist nicht nur Teil des Draussen-Teams, sondern engagiert sich auch in der »Initiative 100% Tempelhofer Feld«. Kurz vor den Wahlen erzählt sie, warum unsere Stimme fürs Feld so wichtig ist. London hat seine Kronjuwelen, Paris die Mona Lisa und Berlin: Das »Tempelhofer Feld«. Was einst ein geschäftiger Flughafen mitten in der Stadt war hat sich zu einem wahren Schatz gemausert. Ein Ort, der von vielen geliebt und […]

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Für manche ein graues Stück Beton, für viele eine urbane Oase: Das Tempelhofer Feld bringt Berliner*innen aus den verschiedensten Ecken zusammen und vor allem Stadt und Erholung in Einklang. Anky, unsere interne »Feldbeauftragte« ist nicht nur Teil des Draussen-Teams, sondern engagiert sich auch in der »Initiative 100% Tempelhofer Feld«. Kurz vor den Wahlen erzählt sie, warum unsere Stimme fürs Feld so wichtig ist.

London hat seine Kronjuwelen, Paris die Mona Lisa und Berlin: Das »Tempelhofer Feld«. Was einst ein geschäftiger Flughafen mitten in der Stadt war hat sich zu einem wahren Schatz gemausert. Ein Ort, der von vielen geliebt und von manchen belächelt wird: »Da ist doch gar nix!« – da lohnt es sich noch einmal genau hinzusehen, denn gerade das macht die beliebteste Grünfläche Berlins besonders. So besonders, dass dessen Erhalt auch Thema beim kommenden Superwahlsonntag ist. Warum wir das Feld retten sollten, lest ihr hier.

Tempelhofer Feld während des Lockdowns

Das Feld wird seit der Eröffnung für alle erdenklichen Sportarten genutzt: Hier wird gejoggt, geskatet, gekitet und sobald der erste Schnee liegt, sieht man sogar Langläufer ihre Bahnen ziehen. Während des Lockdowns, der im dicht bebauten Berlin eine besondere Herausforderung war, sind die Besucherzahlen zusätzlich explodiert. Etwa 70.000 Besucher*Innen pro Tag verlegten ihre Freizeitaktivitäten aufs Tempelhofer Feld. Schließlich bot die 300 Hektar große Fläche genug Platz für Alles und Jeden ohne jemals überfüllt zu wirken. Ein Ort wie gemacht für Abstandsregelungen!

Natur und Mensch im Einklang

Die Symbiose zwischen Erholung und Naturschutz funktioniert hier besonders gut: Das Feld wird nicht gedüngt, es werden keine Pestizide verwendet und es wird nur einmal im Jahr außerhalb der Brutzeit gemäht – in Zukunft soll diesen Job sogar vollständig eine Schafherde übernehmen, die dort seit einem Jahr weidet. Sie befinden sich in einem eingezäunten Bereich, der gleichzeitig verschiedenen Vogelarten als Brutfläche dient. Diese extensive Nutzung macht die Fläche in Deutschland einmalig, weswegen sich hier auch verschiedenste Tier- und Insektenarten wohlfühlen, die bereits vom Aussterben bedroht sind. Auf den Trockenwiesen und in den über 1000 Bäumen finden sie Zuflucht und Lebensraum – und das mitten in der Großstadt.

Artenreiche Trockenwiese fürs Klima

Trockenwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Auf dem Tempelhofer Feld erfüllen sie außerdem eine wichtige klimatische Funktion: Sie kühlen nachts besonders schnell ab und dank der Größe der Fläche entstehen kalte, bodennahe Winde, die die umliegenden Bezirke mit Frischluft versorgen und stark bebaute und betonierte Flächen abkühlen. Bei steigenden Temperaturen wird diese Funktion immer wichtiger um beispielsweise in Hitzesommern dem Hitzestress der Stadt entgegen zu wirken.

Tempelhofer Feld während den Wahlen

Trotz der positiven Wirkung auf das Klima, die Biodiversität und die Erholung der Berliner*Innen und entgegen des erfolgreichen Volksentscheides von 2014, der das Feld mit dem ThF-Gesetz schützt, möchten verschiedene politische Parteien die Grünfläche versiegeln und bebauen. Umso wichtiger wird die Wahl Ende September: SPD, CDU und FDP sprechen sich klar für eine Bebauung aus – Linke, Grüne, ÖDP und die Klimaliste haben in ihren Wahlprogrammen den Erhalt des Feldes verankert. Warum wir fürs Feld stimmen? Das Tempelhofer Feld ist ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt, das zeigt wie gut Stadtnatur und -bewohner voneinander profitieren können. In der scheinbaren Leere der Fläche liegt ein Reichtum der mit keinem Geld aufzuwiegen ist.


Fotos: Jonas Trebbe, Ralf Knufe, Anky Brandt, Amaya Feuerhaar

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Kiekebusch – Ferienhausliebe im grünen Spreewald https://draussen-magazin.com/unterkuenfte/brandenburg/kiekebusch-ruhiges-ferienhaeuschen-im-spreewald/ Sun, 12 Sep 2021 18:56:06 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4646 Wer nach einem entspannten Wochenende zu zweit sucht und dafür nicht weit fahren möchte, checkt am besten im »Kiekebusch« von Interior Designerin und Fotografin Caterina Rancho ein. Das liebevoll hergerichtete DDR-Häuschen bietet nicht nur ein Bett am Kornfeld, sondern auch die perfekte Umgebung zum Entdecken und Abschalten.  Cottbus Calling, die Zweite. Seit unserem Kurztrip zur Alten Flachsfarm haben wir uns in die Stadt und den Süden Brandenburgs verguckt. Wir ließen uns also nicht zweimal bitten, als die Gelegenheit für ein Wiedersehen anklopfte. So packten Anky und ich den Rucksack, schwangen uns aufs Fahrrad und zum Feierabend in den Regionalzug Richtung […]

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Wer nach einem entspannten Wochenende zu zweit sucht und dafür nicht weit fahren möchte, checkt am besten im »Kiekebusch« von Interior Designerin und Fotografin Caterina Rancho ein. Das liebevoll hergerichtete DDR-Häuschen bietet nicht nur ein Bett am Kornfeld, sondern auch die perfekte Umgebung zum Entdecken und Abschalten. 

Cottbus Calling, die Zweite. Seit unserem Kurztrip zur Alten Flachsfarm haben wir uns in die Stadt und den Süden Brandenburgs verguckt. Wir ließen uns also nicht zweimal bitten, als die Gelegenheit für ein Wiedersehen anklopfte. So packten Anky und ich den Rucksack, schwangen uns aufs Fahrrad und zum Feierabend in den Regionalzug Richtung »Chóśebuz«. Mit im Gepäck die Vorfreude auf ein spätsommerliches Wochenende zwischen Entspannung und Entdeckungstouren. Spoiler Alert: Wir wurden mit einem Ferienhäuschen im Grünen natürlich nicht enttäuscht…

Kiekebusch an der Spree

Es hat etwas gedauert, bis wir verstanden haben, dass »Kiekebusch« sowohl Name unserer Unterkunft, als auch ein Stadtteil von Cottbus ist. Nach einigen Verwirrungen und einem vegetarischen Abendessen im Stadtwächter später, kamen wir in fast völliger Dunkelheit in und im Kiekebusch an. Erst am nächsten Morgen wurde uns die Schönheit unseres temporären Zuhause so richtig bewusst. Mit dem Rad streiften wir erstmal durch die Umgebung, entlang der Spree über Waldwege zum nächsten Bäcker. Wo wir tags zuvor noch über Berliner Asphalt geradelt sind, kam es uns hier schon fast wie auf dem Land vor. Oh, du schönes Brandenburg!

Aus Alt mach Neu

Mit viel Fingerspitzengefühl hat Interior Designerin und Fotografin Caterina Rancho das kleine Ferienhaus am Kornfeld hergerichtet. Vom Wohnzimmer aus geht es eine kleine Treppe mit wenigen Stufen in eine offene Küche. An unser Schlafzimmer mit hochgelegenen Bett schließt sich ein Bad mit wunderschönen Fliesen in Blautönen an. Caterina hat das DDR-Häuschen vor etwa drei Jahren gekauft und seither zusammen mit ihrem Freund renoviert. Dabei haben die beiden fast alles selbst gemacht. Unser Lieblingsplatz ist auf jeden Fall die Terrasse mit Hängematte und Blick aufs weite Feld. Dort haben wir einen Großteil unseres Wochenendes verbracht und die herrliche Stille genossen.

Cottbus und seine Seen

Unsere Gastgeberin hat uns nicht nur mit Tipps für leckere Fischbrötchen, sondern auch gleich mit den schönsten Badestellen in der Gegend versorgt. So verschlug es uns am Samstagmorgen bis zum Sonnenuntergang an den Branitzer See, welcher nur eine kurze Radtour von der Unterkunft entfernt ist. Neben Sandstrand und Liegewiese haben wir uns besonders über den Kiosk und die Portion Pommes gefreut, die hier draußen einfach zig mal besser schmeckt. Bevor es Sonntag zurück nach Berlin ging, verbrachten wir noch ein paar Stunden am Madlower See. Ebenfalls ganz in der Nähe vom »Kiekebusch« und auf dem Weg zum Bahnhof gelegen. Wer könnte da Nein sagen?

Das Ferienhäuschen »Kiekebusch« im gleichnamigen Ortsteil von Cottbus lockt mit seiner Lage und überraschenden Wohndetails. Platz gibt es für zwei Personen bei mindestens drei Nächten. Wer mehr von Cottbus entdecken möchte, klickt sich am besten zu unserem Artikel über die Alte Flachsfarm zwischen Niederlausitz und Spreewald.


Übernachtung
Bei einer Personen ab 130,00 Euro pro Nacht
Bei zwei Personen ab 140,00 Euro pro Nacht

Anreise
Mit dem Regionalexpress dauert es von Berlin nach Cottbus Hauptbahnhof etwa zwei Stunden. Von dort geht es mit dem Fahrrad durch Stadt und Park weiter zur Unterkunft.

Gut zu Wissen
Das Ferienhäuschen »Kiekebusch« könnt ihr erst ab einem Mindestaufenthalt von drei Nächten buchen. Von Oktober bis Januar heißt es dann erstmal Winterpause. Frühzeitig reservieren lohnt sich!

Kiekebusch
Madlower Str. 13d
03054 Cottbus

Buchbar via airbnb
Für weitere Fragen: [email protected]

Instagram und Facebook


Fotos: Caterina Rancho, Anky Brandt

 

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#WomenOnTour – Mit dem Rad durch Europa und die Pandemie https://draussen-magazin.com/geschichten/community/womenontour-mit-dem-rad-durch-europa-und-die-pandemie/ Tue, 31 Aug 2021 18:58:47 +0000 https://draussen-magazin.com/?p=4590 Was wir am liebsten machen, wenn wir nicht selbst unterwegs sind? Den Geschichten unserer »Slow Travel«-Community lauschen natürlich! Dafür machen wir hier regelmäßig Platz für eure kleinen und großen Abenteuer. Dieses Mal nimmt uns Madeleine Hoppe mit auf ihre über 5.000 Kilometer lange Radtour durch Europa – und die Pandemie. Ein herrlich ehrliches Reisetagebuch, in welches wir uns direkt verliebt haben und es deswegen ganz ungekürzt mit euch teilen möchten. »Schlimmer als 2019 kann es ja eigentlich kaum werden.« Es ist Januar 2020 als ich diese Worte denke und mit einer Freundin in meiner WG-Küche in Berlin sitze. Wir trinken […]

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Was wir am liebsten machen, wenn wir nicht selbst unterwegs sind? Den Geschichten unserer »Slow Travel«-Community lauschen natürlich! Dafür machen wir hier regelmäßig Platz für eure kleinen und großen Abenteuer. Dieses Mal nimmt uns Madeleine Hoppe mit auf ihre über 5.000 Kilometer lange Radtour durch Europa – und die Pandemie. Ein herrlich ehrliches Reisetagebuch, in welches wir uns direkt verliebt haben und es deswegen ganz ungekürzt mit euch teilen möchten.

»Schlimmer als 2019 kann es ja eigentlich kaum werden.« Es ist Januar 2020 als ich diese Worte denke und mit einer Freundin in meiner WG-Küche in Berlin sitze. Wir trinken genüsslich unseren Kaffee und fragen uns, ob dieses neuartige Coronavirus, was ab und zu in den Medien auftaucht, wohl eines Tages Deutschland erreicht. Unser klares Ergebnis: »Ach, never! Können wir uns absolut nicht vorstellen.« Keine zwei Monate später sitze ich wieder am Küchentisch – diesmal jedoch im Lockdown. Und arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit hatte ich mir allerdings selbst zuzuschreiben. Schließlich sollte 2020 das Jahr meiner Radreise durch Europa sein, für die ich über ein Jahr lang gespart und sowohl meinen Job als auch meine Wohnung im Prenzlauer Berg gekündigt habe.

»Ja, scheiße Madeleine, dumm gelaufen…Was mache ich denn nun, so ohne Arbeit und Wohnung?« Erstmal wohl länger als gedacht zurück in die Heimat. Zurück ins alte Kinderzimmer ziehen und abwarten. Abwarten und Hoffen. Hoffen und Verzweifeln. Verzweifeln, weil aus der Reise, für die ich lange gespart habe, jetzt doch nichts wird. Weil ich voraussichtlich im 9.000 Seelenstädtchen versauere, anstatt 9.000 neue Orte, Plätze, Wälder, Berge, Seen, Meere, Dörfer, Städte, Menschen und Tiere zu sehen. Zugleich war ich mir während der gesamten Zeit des Wartens bewusst, über was ich mir da den Kopf zerbreche: Eine Reise. »Eine Reise, Madeleine. Die kannst du im Zweifel auch nächstes Jahr noch machen, die läuft dir nicht weg. Dir geht es so gut. Du bist gesund, hast ein Dach über dem Kopf. Du kannst Essen, was und wann du willst, 24/7 Bücher lesen, Musik hören oder Serien bingewatchen und es gibt dieses kleine tolle Teil in der Küche und im Bad, das sich Wasserhahn nennt, aus dem du nach Belieben trinken kannst. Dir wird im wahrsten Sinne des Wortes nicht der Hahn abgedreht, also entspann dich und guck, was sich ergibt.«

 

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Corona mag Pläne ändern, aber nicht meine Abenteuerlust stoppen

»Das wird schon irgendwie.« Dieser Gedanke formt sich zu meiner festen Devise für das Jahr 2020. Wenn ich meine Charaktereigenschaften nennen müsste, wären Flexibilität und die Einstellung »Joa, wird schon irgendwie klappen« ziemlich weit vorne mit dabei. Eigentlich doch die beste Ausgangslage, um ein Jahr wie dieses zu meistern, oder? Und tatsächlich, im Sommer wurden die Reisewarnungen aufgehoben und ich konnte mit etwas Verspätung und Umplanung Mitte Juli in die Pedale treten und auf meinem Fahrrad das Abenteuer suchen. Eine Sache, die ich dadurch gleich zu Anfang meiner Reise gelernt habe, ist Folgende: Das Beste daran, einen Plan zu haben ist, ihn jederzeit wieder verwerfen zu können. Denn die Pandemie mag zwar Pläne ändern, aber nie meine Abenteuerlust stoppen. Meine Reisemethode des Radfahrens kam mir dabei entgegen – denn wie kann  man flexibler Reisen als mit dem Fahrrad? Man ist langsam genug, um alles sehen zu können, was man sich vornimmt, aber schneller als zu Fuß. Man kann einfach losfahren, braucht kein Bus-, Zug- oder Flugticket, das auf ein festes Datum datiert ist und muss so im Zweifel nichts umbuchen. Radreisen ist umweltschonend, gesund und kostenlos. Und in diesem Jahr wohl besonders wichtig: Die Routen lassen sich spontan entsprechend der Corona-Situation und diversen Restriktionen anpassen.

Zunächst ins Ungewisse, dann nach Sizilien

Gesagt, getan. Ein Fahrrad (liebevoll »mein blauer Powerranger« genannt), fünf Reisetaschen samt Zelt, Schlafsack, Isomatte, Campingkocher und der Motor: ich. Mitte Juli ging es also los von meinem Heimatdorf Breckerfeld in Nordrhein-Westfalen zunächst nach Polen und in die Slowakei. Anschließend ins Ungewisse, denn weitere Pläne hatte ich bis dato nicht. Einfach mal schauen, wohin es mich verschlägt. Mit dieser Einstellung radelte ich nach Österreich, durchquerte anschließend Slowenien und kam – unter Einhaltung aller Corona bedingten Vorsichtsmaßnahmen – im September in Norditalien an. Hier entstand – vielleicht auch ein wenig geblendet von der Schönheit des Landes und des unfassbar guten Essens – mein Ziel: Sizilien. Bis Anfang November waren Glück und Sonne auf meiner Seite und haben mir die schönste Zeit meiner Reise beschert. Durch Zufall habe ich Porto Venere entdeckt, einen kleinen Ort nahe »Cinque Terre«, der für mich wie ein zweites Zuhause werden sollte. Wollte ich hier doch eigentlich nur zwei Tage pausieren, blieb ich am Ende fast zwei Wochen bei einer Familie, konnte mich im Olivenernten erproben und mich durch Unmengen italienische Gerichte und Weine probieren. Damit mein Fahrrad jedoch das einzige blieb, das rollt, brach ich mein Zelt dort ganz bewusst ab und begab mich auf eine Berg- und Talfahrt durch die wunderschöne Toskana – einen der schönsten Teile der Reise.

 

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Von dort aus ging es über Rom und Napoli weiter an die Amalfiküste bis kurz vor Kalabrien. Hier sollte meine erste Nacht am Strand jedoch auch die letzte bleiben, denn auch in Italien stiegen die Inzidenzzahlen mit sinkenden Temperaturen an. Das Land wurde in die drei Zonen gelb, orange und rot aufgeteilt, wobei rot bedeutet, dass Reisen nicht mehr erlaubt ist. So auch die Zone, in welche ich als nächstes reisen wollte. Ein kurzer Moment der Verzweiflung wird von meiner Flexibilität abgelöst. Kurzerhand entschied ich, mir noch einen weiteren Monat in Porto Venere den Bauch vollzuschlagen. Mit dem Zug ging es also zurück nach Ligurien und, mit negativem Corona-Test im Gepäck, nach »Porto Venere« zu meiner neuen zweiten Familie. Vier Wochen lang gab es für mich keinen Grund weder einen Fuß noch mein Rad von deren großen Grundstück mit Meerblick wegzubewegen. Die Weihnachtszeit wollte ich jedoch bei meiner Familie in Breckerfeld verbringen, sodass ich Anfang Dezember schweren Herzens die Heimreise via Zug angetreten bin. Ich warte jedoch darauf, im nächsten Jahr hoffentlich meine Reise auf Sizilien fortsetzen zu können.

Die Klügere gibt nach

Von insgesamt 140 Tagen on Tour, waren mindestens 120 unfassbar schön. Aber natürlich gibt es auf einer solchen Reise nicht nur positive Momente. Wie auch? Als wäre der Alltag Zuhause durchweg perfekt. Ich hatte mit Sicherheit mehr als nur ein paar herausfordernde Tage. Insbesondere erinnere ich mich immer wieder an die Slowakei zurück – ein wunderschönes Land, das es bis auf traumhafte Natur leider nicht so gut mit mir gemeint hat. Wenn’s dicke kommt, dann eben auch richtig und mit voller Wucht. In meinem Fall an drei hintereinander folgenden Tagen. Zunächst wurde ich Augenzeugin eines Bergunfalls. Ein Junge ist in einer Schlucht hinabgestützt und ich weiß bis heute nicht, was aus ihm wurde. Am selben Tag bricht mir beim Zeltaufbau eine Zeltstange, am nächsten Tag die zweite. Nur für eine der beiden Stangen hatte ich einen Ersatz und natürlich gab es mitten im Nichts auch keinen Ersatzteileshop.

 

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Aber Improvisation ist ja bekanntlich alles und Not macht erfinderisch: Ich habe ich es hinbekommen, das Zelt in den nachfolgenden Wochen mit zwei, anstatt drei Stangen aufzubauen und mir dabei dennoch einen gewissen Komfort zu bewahren. Ein gesamter Regentag rundete mein Slowakeierlebnis ab. Regen an sich ist ja erstmal nicht so tragisch. Wenn dich aber dein Navi über Wege mit bis zu 20 Prozent Steigung führt (die definitiv nicht zum Radfahren, sondern allerhöchstens für Wanderungen gemacht sind), du sieben bis zwölf Mal (habe irgendwann aufgehört zu zählen) dein Gepäck ab- und wieder aufladen musst, weil überall Baumstämme auf dem Weg liegen und es über eine Strecke von acht Kilometern neben dir 50 Meter in die Tiefe geht, dann kann daraus der herausforderndste Tag der gesamten Tour erwachsen. Und der Moment, in dem ich meinem eigenen Ego nachgegeben habe und entschieden habe, eine Strecke mit dem Zug weiterzufahren. Dem Ego nachgeben, irgendwie doch bescheuert, oder? Ich hatte mir im Vorfeld eingeredet, dass eine Radreise bedeutet, wirklich jeden Kilometer mit dem Rad zurücklegen zu müssen. Gott sei Dank konnte ich dies für mich richtigstellen und kann somit – abgesehen von den geschilderten Slowakei Erlebnissen – ausschließlich in schönen Erinnerungen schwelgen.

Fahrradfahren – die Lösung für (fast) alles

Hatte ich vor der Abreise noch eine Menge Zweifel und Sorgen bezüglich der Corona-Situation, habe ich währenddessen gemerkt: Mit dem Fahrrad zu reisen ist sicherer als viele andere Wege. Ich nutzte kaum Busse, Bahnen oder andere öffentliche Verkehrsmittel. Besichtigte keine großen Städte und überfüllte Gebiete. Oft traf ich tagelang niemanden und war nachts allein in meinem Zelt inmitten der Natur. Mittlerweile kann ich mit Sicherheit sagen: Das Reisen mit dem Fahrrad ist eine großartige Lösung während einer Pandemie wie dieser. Wie überall auf der Welt und bei allen Aktivitäten bedeutet Reisen in diesem Jahr jedoch, dass es von größerer Einsamkeit bestimmt ist. Meiner Meinung nach stellt dies jedoch keinen negativen Aspekt dar. Vielmehr ist es eine andere Erfahrung, die mich bereichert hat. Summa summarum war meine Radreise anzutreten, auch inmitten einer Pandemie, die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Fahrradfahren ist für mich die schönste Art des Reisens und ich habe wieder einmal festgestellt, wie wenig ich zum Leben und glücklich sein benötige. Ein schöner Sonnenauf- bzw. untergang über dem Meer oder den Bergen hat für mich so unfassbar viel mehr Wert als das 30. Paar Schuhe und ein Leben im ständigen Konsum.

 

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»You go, girl!«

Trotzdem erreichten mich vor und während der Reise immer wieder die zwei selben Fragen. »Ist das nicht gefährlich, eine Radreise so alleine als Frau?« und »Wird man da denn nicht auch einsam, so ganz alleine?« Ich glaube, die meisten, die mir diese Fragen stellten, meinen, ob alleine reisen (als Frau) nicht gefährlich sei, weil es, »da draußen«, gerade im Ausland, böse Menschen – im Zweifel Männer – geben könnte, die mir etwas antun könnten. Nun, dazu sage ich Folgendes: a) finde ich es sehr traurig, dass das Reisen als Frau (noch immer) gefährlicher zu sein scheint, als als Mann und b) finde ich es durchaus beängstigend, dass ich der Meinung der Nachfragenden nach erstmal ins Ausland fahren muss, um schlechten Menschen begegnen zu können. Meine Antwort lautet also: Nein, meine Reise war nicht gefährlich. Mir ist auf der gesamten Tour nichts passiert, was vielleicht aber auch damit zusammenhängt, dass ich mich nicht naiv und übermütig in unbekannte Situationen stürze und ein gutes Bauchgefühl habe, auf das ich vertraue. Ich glaube, dass es unter Umständen gefährlicher ist, nachts alleine in einer Berliner Bar zu verweilen und im Anschluss alleine den Heimweg anzutreten. Was ich aber zu 100 Prozent sagen kann, ist, dass die Natur unberechenbar ist. Und dass es ihr nicht darauf ankommt, welchem Geschlecht man sich zugehörig fühlt. Aufgrund dessen sollte jede:r Respekt und Hochachtung vor ihr haben. Dann ist eine Radreise – auch als Frau sehr gut zu meistern. An dieser Stelle wünschte ich mir, es gäbe mehr Frauen da draußen, die eine derartige Reise machten, Vorbilder für andere Frauen wären und sagen: »You go, girl!«

 

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Aber vielleicht das Wichtigste: Ich habe mich in diesen vier Monaten reisen so gut kennengelernt wie nie zuvor. Dadurch, dass ich die meiste Zeit alleine war, ist es sehr von Vorteil gewesen, dass ich schon immer recht gut mit mir selbst klar gekommen bin. So ist es mir auch gelungen, schwierige Situationen zu meistern, in denen ich nicht nur einmal ans Aufgeben gedacht habe. Rückblickend zeigt mir jeder dieser einzelnen Momente, zu was mein Körper in der Lage ist, mit wieviel mehr Stärke ich aus jeder Situation herausgegangen bin und wie sehr ich in mich selbst Vertrauen kann. Und wenn ich nach einer heftigen Bergfahrt, bei der ich meine letzte Energie fürs Fluchen verschwendet habe, oben ankomme und eine schöne Abfahrt voraus habe, dann weiß ich nicht nur, wofür ich das alles mache, sondern bin vor allem stolz. Stolz auf mich. Und ich finde, das dürften wir alle mal viel öfter auf uns sein.

Wer jetzt Lust auf eine Radtour durch Europa bekommen hat, klickt sich am besten zum Ausflug durch Norditalien mit Fotograf Max. Für Anfänger*innen empfehlen wir erst einmal einen Kurztrip nach Cottbus oder zur INSL Kyritz. Gute Fahrt!


Die Person hinter der Geschichte:

Als die Mail von Madeleine Hoppe bei uns ins Postfach flattert, sind wir von Anfang von begeistert. Von ihrer offenen Art, ihren wunderbaren Worten und dem ansteckenden Lachen. Die neugierige und ursympathische 28-jährige wohnt mittlerweile in Köln, wo sie am liebsten am Decktseiner Weiher dem Sonnenuntergang entgegenfiebert. Wenn sie nicht gerade in die Pedale tritt, arbeitet sie als Kommunikationsmanagerin und ganz wichtig – plant ihre nächste Reise. Dabei möchte sie vor allem Frauen ermutigen, ihr nachzueifern und steht dafür gerne mit Rat und Tipps beiseite. You go, girl!


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Fotos: Madeleine Hoppe

Der Beitrag #WomenOnTour – Mit dem Rad durch Europa und die Pandemie erschien zuerst auf DRAUSSEN MAGAZIN.

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